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Diskussionsform "Revitalisierung des Stadthallenareals"

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Bisherige Einträge:

 

04.07.2008 um 17:47:31

Name

Nikol Putz

Email

n.putz@t-online.de

URL

 

Betreff

Theaterfähigkeit der neuen Stadthalle

Nachricht

Für das Forum des Aktionsbündnisses „Neue Stadthalle – aber anders als geplant“

Was für eine wunderbare Chance!
Neunburg vorm Wald erhält eine neue Stadthalle. Und ein starkes Aktionsbündnis, mit engagierten Persönlichkeiten, setzt sich für die optimale Lösung ein, - meinen größten Respekt. Alle Argumente für die neue, bessere Positionierung der Stadthalle, sowie die bessere Nutzung des Areals im städtischen Gesamtkonzept, sind mehr als einleuchtend und es darf als äußerst glückliche Fügung verstanden werden, dass die zuvor beschlossenen Bau- und Nutzungspläne überholt worden sind, - von einem Bürgerentscheid mit beinahe 70%! Der nun gebildete Arbeitskreis hat die einmalige kreative Chance, eine wirklich gute, zukunfts-weisende und nachhaltige, und vor allem die Stadt im überregionalen Vergleich befördernde, beste Lösung zu erschaffen.

Sehr konkret möchte ich nun auf die Theaterfähigkeit der neuen Stadthalle eingehen. Und als Berufs-Neunburger, d.h., als hier beruflich Verweilender und seit über zehn Jahren zur Theaterregie des Festspiels „Vom Hussenkrieg“ berufener, erlaube ich mir, einige Gedanken beizutragen.

Eine wirklich moderne, d.h. heutige innenarchitektonische Entscheidung könnte es sein, dass die Funktionen, die technischen Möglichkeiten und Einrichtungen eines Veranstaltungsraumes sichtbar bleiben und den Charakter eines öffentlichen Gebäudes mit prägen. Nicht verstecken was das „Zweckgebäude“ kann, sondern offen, transparent halten und damit die (erkennbaren) Funktionalitäten nicht der verdeckenden, verheimlichenden Dekoration unterordnen, - es soll doch kein Palast (Musentempel), kein Herrschaftssymbol entstehen. Dass dies trotzdem von hohem ästhetischen Reiz sein kann, wurde von den Künstlern des BAUHAUS bereits vor Jahrzehnten bewiesen. Daraus folgt:

Wo sind in der bisherigen Planung die Beleuchtungskonzepte für die verschiedenartigen Veranstaltungen vorgesehen? Im sakral anmutenden Deckenraum ist davon nichts zu erkennen, konkret für die Theaterfähigkeit fehlen jegliche Beleuchtungstürme (seitlich) und Beleuchtungsbrücken (waagrecht an der Decke, im Vorbühnenbereich und vor der Galerie, sowie im Bühnenhintergrund für ein Gegenlicht) und ist dafür auch kein Platz. In der jetzigen Deckenkonstruktion wird eine „allgemeine Beleuchtung“ bereits vorgesehen sein. Aber eben kein gerichtetes Licht, wie es nicht nur für Veranstaltungen der Darstellenden Kunst (Theater, Konzerte, Vorträge aller Art), sondern auch für alle weiteren von einem konzentrierten Aktionspunkt im Saal ausgehenden Veranstaltungen gebraucht wird.

Womit wir schon bei der nächsten innenarchitektonischen Frage wären: die unflexible Raumnutzung, die fest vorgegebene Richtung im Raum. Speziell für eine moderne Theaterfähigkeit des Saales ist die einfache „Guckkasten-Bühne“ überholt, noch dazu ohne Vorbühne und mit unzureichenden Innenabmessungen (kein Umgang hinten, keine Gassen-Auftritte von beiden Seiten, u.v.m.). Den erfahrenen Theaterkünstler und -produzenten stimmt das bisherige Konzept (der 1. Preis) in Bezug auf die Theaterfähigkeit nur traurig. Es ist die typische von einigen Architekturbüros vorgelegte „Plus-100-Lösung“. Dieses Synonym meint unter Theaterleuten insbesondere, dass die Bühne 100 cm über dem Saalboden liegt und auf die eingeschränkten Sichtlinien der Zuschauer keine weitere Rücksicht genommen wird, - nicht nur bei Theaterveranstaltungen! Bei ebenerdiger Bestuhlung wird die Sicht bereits ab der achten Reihe unerfreulich schlecht. Da gibt es viel bessere Lösungen: ein leicht ansteigender (temporärer) Zuschauerunterbau, flexible, höhenverstellbare Bühnenelemente, Auflösung der alten Guckkasten-Situation, für eine „L-förmige“ oder „U-förmige“ Bestuhlungsanordnung. Wenn eine Guckkasten-Bühne unbedingt bevorzugt werden müsste (Warum eigentlich? Das sollte noch mal in Ruhe diskutiert werden!), dann wären die Vorschläge des 3. Preises und vor allem der des 5. Preises, in Hinblick auf die innenarchitektonischen Lösungen und die Theaterfähigkeit des Saales, um einiges ausgereifter gewesen.

Es wird einleuchten, dass ich hier nicht, vor lauter Freude über die oben erwähnte Chance, ein vollständiges Konzept zur Theaterfähigkeit der Stadthalle vorlegen kann. Auch soll nicht der falsche Eindruck entstehen, dass hier nur ein Nutzungsbereich bedacht wird und nicht selbstverständlich auch an die Multifunktionalität einer Stadthalle, die für ein facettenreiches und lebendiges Gemeinwesen vielseitige Nutzungen ermöglichen muss. Hier also nur einige schlaglichtartige „Gedankensplitter“:

1. Für die optimale Funktionalität des Saales, für die verschiedensten Veranstaltungstypen, bedarf es einer flexiblen, d.h. höhenverstellbaren Decken- und Beleuchtungskonstruktion. Hierfür ist ein offenes Gerüstsystem an Zügen (in mehreren den gesamten Saal überspannenden Elementen aufgeteilt) hervorragend geeignet, in welchem Beleuchtungskörper und sogar Schall- und Dekorationselemente (z.B. Vorhänge zur Raumtrennung, Lichtsegel, Akustikelemente) frei aufgehängt werden können. Die Bedienung ist denkbar einfach, wenn die Elemente weit genug (auf Arbeitshöhe vom Saalboden aus) abgesenkt werden können.

2. Die Guckkasten-Bühne sollte man aufgeben und die „offene Szenenfläche“, im Theaterjargon auch „Blackbox“ genannt, favorisieren. Die so gewonnene Grundfläche ist als technischer Raum zu nutzen: für den schnellen Zugriff auf Bühnenelemente (auf kürzestem Wege und mit geringstem Kraftaufwand), auf Zuschauerunterbauten (flache Elemente in freier Kombination aufzubauen; keine umfangreiche und umständliche Tribüne!) und Stauraum, z.B. für die Saalbestuhlung. Ebenso könnten dort Kabinen für die Licht- und Tonregie untergebracht sein, welche durch Glasfenster vom Saal getrennt sind.

So viel mal für heute.

Bitte glauben Sie dem vielgereisten Theaterarbeiter: es gibt beinahe so viele traurige, leblose Mehrzweck-Stadthallen wie Kleinstädte in Mitteleuropa. Neunburg vorm Wald hat etwas besseres, besonderes verdient! Deshalb stehe ich dem Aktionsbündnis und dem Arbeitskreis sehr gerne mit meiner jahrzehntelangen professionellen Erfahrung als Künstler, Produzent und Veranstalter der Darstellenden Kunst zur Verfügung.

Nikol Putz,
Hamburg, 03.07.08


 

23.06.2008 um 14:0037

Name

Hans Eibauer

Email

eibauer@t-online.de

URL

http://www.eibauer.info

Betreff

offener Diskussionsprozess

Nachricht

Ich freue mich, dass nach drei internenen Sitzungen des Arbeitkreises nun die Bürgerinnen und Bürger in den Diskussionsprozess einbezogen werden.
Ich hoffe als Moderator darauf, dass die Öffentlichkeit die Möglichkeit der Mitsprache nützt und weitere kreative Ideen einbringt. Ganz unter dem Motto "Es darf alles gedacht werden".
Hans Eibauer, Schönsee

 

 

31.07.2008 um 19:08:59

Name

quibble

Email

quibble@onlinehome.de

URL

 

Betreff

Re: offener Diskussionsprozess

Nachricht

Nachdem die Bürger dieser Stadt sich doch recht zahlreich gegen die frühere Stadthallenplanung ausgesprochen hatten, finde ich es bedauerlich, dass dieses Forum so wenig zur Diskussion über die künftige Planung genutzt wird. Außer einem einzigen, wie ich meine, sehr kreativen Vorschlag des Herrn Putz vermeldet die Statistik lediglich, dass die vorhandenen Beiträge bis heute lediglich 74 bzw. 67 mal gelesen wurden.

Gerade ein Internetforum bietet aufgrund seiner Anonymität die Gelegenheit, einzelne Themen ohne Ansehen der Person und der Stellung im öffentlichen Leben sachlich zu diskutieren. Es braucht sich daher niemand zu scheuen, seine Meinung offen zu sagen, wobei ich natürlich voraussetze, dass dies sachlich und in der gebotenen Form geschieht.

Um die Gesprächsbereitschaft zu fördern, möchte ich zwei Dinge vorschlagen:

1. Regelmäßige Veröffentlichung der Web-Adresse dieses Forums unter Hinweis auf den laufenden Diskussionsprozess in der Tagespresse - mindestens 2-3 mal wöchentlich.

2. Sie, Herr Eibauer bzw. ein oder mehrere Mitglieder des Planungsausschusses sollten die verschiedenen Planungsbereiche - Halle, Außengelände, Markthalle etc. - in gesonderten Beiträgen thematisieren und den Stand der Überlegungen darstellen, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, darüber im einzelnen mitzudiskutieren.

Vermutlich bedarf es nur dieser Hinweise und Vorgaben, um hier einen Diskussionsprozess in Gang zu bringen. Denn es scheint doch allemal besser, jetzt die Argumente auszutauschen, als später nochmals einen Bürgeretscheid zu riskieren ...